Definition Kaufkraft
Die private Kaufkraft entspricht dem „verfügbaren Einkommen“, wie es das Statistische Bundesamt definiert. Sie bildet das steuerbereinigte Einkommen der Bevölkerung in Deutschland aus den unterschiedlichsten Einkommensquellen in Euro am Wohnort ab und spiegelt das zum Ausgeben oder Sparen zur Verfügung stehende Einkommen wider. Die Kaufkraft kann vereinfacht als die Summe aller Netto-Einkünfte privater Personen pro Region bezeichnet werden.
Im Marketing spielt die regionale Kaufkraft eine entscheidende Rolle in der Zielgruppenanalyse, da sie zeigt, wie viel Geld die Menschen in bestimmten geografischen Regionen für Produkte oder Dienstleistungen ausgeben können. Dies beeinflusst, welche Produkte in einer Region angeboten werden sollten, wie sie preislich gestaltet werden und welche Marketingstrategien am besten geeignet sind, um die Bedürfnisse der Zielgruppe in dieser Region zu erfüllen.
Die regionale Kaufkraft ist auch ein entscheidender Faktor bei der Standortplanung, da Unternehmen bspw. Standorte für Filialen in Gebieten mit ausreichender Kaufkraft auswählen müssen, um sicherzustellen, dass ihre Zielgruppe in diesen Regionen effektiv bedient wird und rentable Umsätze erzielt werden können.
Auch Unternehmen ohne Verkaufsstandorte wie z.B. Onlinehändler, Telekommunikationsunternehmen oder Direktversicherer haben Zielgruppen mit unterschiedlicher Kaufkraft und können sie online und offline gezielt ansprechen. So können z.B. auch rein onlinebasierte Ein-Euro-Shops ihre Plakatwerbung eher in kaufkraftschwächeren Gebieten platzieren oder Onlinewerbung auf Webseiten aussteuern, deren Publisher Informationen zur Kaufkraft der Besucher bereitstellen.

Kaufkraftdaten gezielt im Marketing nutzen
Um Menschen für die eigene Marke zu gewinnen, investieren Unternehmen viel Zeit und Geld. Die Planung von Produktstrategie und Kundenkommunikation sollte deshalb auf verlässlichen Erkenntnissen über Konsumenten und Märkte basieren. Häufig fehlen den Unternehmen dafür aber die erforderlichen hinreichend fundierten Daten zu Kundenbedürfnissen und Zielgruppen-Eigenschaften.
Mit InfoBase bietet Acxiom Unternehmen die Möglichkeit, weltweit hochwertige Zielgruppen mit umfangreichen Daten zu adressieren und wertvolle Customer Insights zu gewinnen.
Acxiom Kaufkraftanalyse für das Jahr 2026
Das Customer-Intelligence-Unternehmen Acxiom veröffentlicht seine jährliche, regionalisierte Kaufkraftanalyse für Kunden aus verschiedensten Branchen – darunter Automotive, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Telekommunikation, Tourismus, Einzelhandel sowie Technologie und Consumer Electronics.
Die Gesamtkaufkraft in Deutschland steigt auf 2.464 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf liegt bei 29.072 Euro – ein Anstieg von 1.147 Euro gegenüber 2025.
Als Grundlage für die Fortschreibung nutzt Acxiom unter anderem die Gemeinschaftsdiagnose führender Wirtschaftsforschungsinstitute, die für 2026 eine positive Einkommensentwicklung erwartet. 1 Die Entwicklung der Kaufkraft wird durch ein Spannungsfeld geprägt: Während Einkommen durch Lohnsteigerungen und staatliche Transferleistungen – insbesondere Renten – wachsen, bleibt die gesamtwirtschaftliche Dynamik schwach.
Geopolitische Unsicherheiten, volatile Energiepreise und strukturelle Herausforderungen in wichtigen Industriezweigen belasten die wirtschaftliche Entwicklung und dämpfen die Konsumstimmung.
Trotz steigender verfügbarer Einkommen bleiben viele Haushalte bei größeren Ausgaben vorsichtig. Finanzielle Sicherheit hat für sie Vorrang; auf wirtschaftliche Risiken reagieren sie ähnlich zurückhaltend wie im Vorjahr.
Bei einer Inflationsrate von rund 2,8 Prozent liegt der Preisanstieg unterhalb des Einkommenswachstums, sodass die reale Kaufkraft im Jahr 2026 erneut leicht zunimmt.

Regionale Kaufkraft in Deutschland: Deutliche Unterschiede zwischen Bundesländern
Das regionale Muster bleibt klar ausgeprägt: Zwischen Bundesländern, Kreisen und Gemeinden zeigen sich weiterhin große Kaufkraftunterschiede.
Im Bundesländervergleich liegt Bayern mit 31.326 Euro pro Kopf und einem Kaufkraftindex von 107,8 an der Spitze. Hamburg folgt mit 31.253 Euro pro Kopf und einem Index von 107,5 knapp dahinter. Baden-Württemberg steht mit 30.942 Euro und einem Index von 106,4 auf Platz drei.
Über dem Bundesdurchschnitt von 29.072 Euro liegen außerdem Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die übrigen Bundesländer verbleiben unter dem Bundesdurchschnitt von 29.072 Euro pro Einwohner. Schlusslicht bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit 25.157 Euro pro Kopf und einem Index von 86,5.
Kaufkraft der Bundesländer 2026
| Bundesland | Private Kaufkraft pro Kopf (in €) | Index |
| Bayern | 31.326 | 107,8 |
| Hamburg | 31.253 | 107,5 |
| Baden-Württemberg | 30.942 | 106,4 |
| Hessen | 30.075 | 103,5 |
| Rheinland-Pfalz | 29.458 | 101,3 |
| Schleswig-Holstein | 29.221 | 100,5 |
| Niedersachsen | 28.699 | 98,7 |
| Saarland | 28.659 | 98,6 |
| Nordrhein-Westfalen | 28.409 | 97,7 |
| Brandenburg | 27.427 | 94,3 |
| Berlin | 26.914 | 92,6 |
| Sachsen | 25.921 | 89,2 |
| Thüringen | 25.776 | 88,7 |
| Sachsen-Anhalt | 25.726 | 88,5 |
| Bremen | 25.701 | 88,4 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 25.157 | 86,5 |
| Deutschland | 29.072 | 100,0 |
Kaufkraft der Top 10 kreisfreien Städte und Landkreise 2026
| Stadt/ Landkreis | Private Kaufkraft pro Kopf (in €) | Index |
| Starnberg | 39.314 | 135,2 |
| Kreis München | 39.107 | 134,5 |
| Hochtaunuskreis | 36.813 | 126,6 |
| München | 36.758 | 126,4 |
| Ebersberg | 36.485 | 125,5 |
| Main-Taunus-Kreis | 36.136 | 124,3 |
| Fürstenfeldbruck | 35.598 | 122,4 |
| Erlangen | 34.412 | 118,4 |
| Böblingen | 34.117 | 117,4 |
| Dachau | 33.723 | 116,00 |
Kaufkraft auf Kreisebene: Hohe Werte im Umfeld wirtschaftsstarker Zentren
Der Landkreis Starnberg behauptet mit 39.314 Euro pro Kopf und einem Index von 135,2 seine Spitzenposition unter den Kreisen und kreisfreien Städten. Es folgen der Kreis München mit 39.107 Euro pro Kopf und einem Index von 134,5 sowie der Hochtaunuskreis mit 36.813 Euro und einem Index von 126,6.
Die Top 10 der kaufkraftstärksten Regionen konzentrieren sich weiterhin stark auf den Großraum München. Neben Starnberg und dem Kreis München zählen Ebersberg, Fürstenfeldbruck und Dachau dazu. Ergänzt wird das Spitzenfeld durch den Hochtaunuskreis, den Main-Taunus-Kreis, die Stadt Erlangen und den Kreis Böblingen.
Am unteren Ende der Rangliste befinden sich unverändert Duisburg, Bremerhaven und Gelsenkirchen mit Pro-Kopf-Einkommen von 23.766, 23.004 und 22.852 Euro, deren Kaufkraft deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.
Kaufkraft in Großstädten: Unterschiedliche wirtschaftliche Ausgangslagen
München führt mit 36.758 Euro pro Kopf und einem Index von 126,4 die Liste der Großstädte an, gefolgt von Düsseldorf mit 32.337 Euro und Stuttgart mit 32.087 Euro. Auch Frankfurt am Main mit 31.594 Euro und Hamburg mit 31.253 Euro erreichen deutlich überdurchschnittliche Werte, was ihre Position als wirtschaftlich starke Metropolen unterstreicht.
Nürnberg, Köln und Hannover übersteigen mit Werten zwischen 29.383 Euro und 31.052 Euro den bundesdeutschen Durchschnitt. Die Kaufkraftindizes liegen zwischen 101,1 und 106,8 Punkten.
Städte wie Essen, Berlin und Dresden liegen mit Kaufkraftwerten von 26.852 Euro bis 27.580 Euro unter dem Durchschnitt, genauso wie Dortmund, Bremen und Leipzig mit Werten von 25.178 Euro bis 26.322 Euro. Duisburg bildet mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 23.766 Euro und 81,7 Indexpunkten das Schlusslicht.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich wirtschaftliche Stärke und Einkommensniveau auch innerhalb urbaner Räume stark unterscheiden.
Kaufkraft der Großstädte 2026
| Großstadt | Private Kaufkraft pro Kopf (in €) | Index |
| München | 36.758 | 126,4 |
| Düsseldorf | 32.337 | 111,2 |
| Stuttgart | 32.087 | 110,4 |
| Frankfurt am Main | 31.594 | 108,7 |
| Hamburg | 31.253 | 107,5 |
| Nürnberg | 31.052 | 106,8 |
| Köln | 29.602 | 101,8 |
| Hannover | 29.383 | 101,1 |
| Essen | 27.580 | 94,9 |
| Berlin | 26.914 | 92,6 |
| Dresden | 26.852 | 92,4 |
| Dortmund | 26.322 | 90,5 |
| Bremen | 26.259 | 90,3 |
| Leipzig | 25.178 | 86,6 |
| Duisburg | 23.766 | 81,7 |
Kaufkraft der Gemeinden ab 1.000 Einwohnern 2026
| Gemeinden | Private Kaufkraft pro Kopf (in €) | Index |
| Grünwald | 68.852 | 236,8 |
| Gräfelfing | 49.620 | 170,7 |
| Pullach im Isartal | 49.423 | 170,0 |
| Strande | 49.136 | 169,0 |
| Königstein im Taunus | 48.997 | 168,5 |
| Wohltorf | 47.919 | 164,8 |
| Achterwehr | 44.717 | 153,8 |
| Rosenberg | 44.562 | 153,3 |
| Berg | 44.531 | 153,2 |
| Ahorn | 43.839 | 150,8 |
Grünwald führt die Gemeinden ab 1.000 Einwohnern als kaufkraftstärkste Gemeinde an
Unter den Gemeinden ab 1.000 Einwohnern2 führt Grünwald in Bayern mit 68.852 Euro pro Kopf und einem Indexwert von 236,8 das Ranking an. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen Gräfelfing mit 49.620 Euro und einem Index von 170,7 und Pullach im Isartal mit 49.423 Euro. Ebenfalls in den Top 10 liegen Strande, Königstein im Taunus, Wohltorf, Achterwehr, Rosenberg, Berg und Ahorn. Die höchste Kaufkraft in den neuen Bundesländern verzeichnet Kleinmachnow bei Berlin mit 39.058 Euro und einem Indexwert von 134,3.

Berechnungsbasis der Kaufkraft
Mit dem Kaufkraftindex vergleicht Acxiom die Pro-Kopf-Einkommen einer Region mit dem durchschnittlichen Wert für ganz Deutschland. Die private Kaufkraft entspricht dem „verfügbaren Einkommen“, wie es das Statistische Bundesamt definiert. Sie umfasst sämtliche Nettoeinkünfte aus unterschiedlichen Quellen am Wohnort. Dazu zählen unter anderem Löhne und Gehälter, Renten sowie staatliche Transferleistungen.
Die Berechnung basiert auf amtlichen Statistiken, insbesondere der Lohn- und Einkommensteuerstatistik, sowie Daten der Bundesagentur für Arbeit und weiteren relevanten Quellen. Diese werden mit aktuellen Konjunkturprognosen kombiniert und modellbasiert fortgeschrieben und zu einer Gesamtaussage integriert.
Hintergrund: Warum ist die Kaufkraft wichtig?
Die Kaufkraft ist ein wesentlicher Faktor bei der Identifizierung von Zielgruppen. Ob es nun um die Abschätzung geht, wie viele Personen in einer Gemeinde für den Kauf eines Finanzproduktes in Frage kommen, um die Ermittlung von Absatzpotenzialen für Tiefkühlprodukte im Einzugsgebiet eines Supermarktes, oder um die gezielte Bitte um Spenden bei wohlhabenden Personen – es gibt kaum einen Bereich in der Marktbearbeitung von Unternehmen, für den die Kaufkraft nicht wichtig ist.
Dabei geht es gar nicht immer darum, die Personen mit besonders hohen Einkommen zu finden.
Je nach der Zielgruppe, die ein Unternehmen mit seinen Produkten ansprechen möchte, sind oft die mittleren oder unteren Einkommensklassen interessant.
Ein Discounter sucht wahrscheinlich eher Gebiete mit diesen Einkommen für neue Standorte. Hochpreisige Luxuslabels bevorzugen dagegen Standorte in Gemeinden, wo eine Bevölkerung mit einer hohen Kaufkraft zu finden ist.
Für eine erfolgreiche Marktbearbeitung bieten die Kaufkraftdaten neben den weiteren Daten aus dem breiten Markdatenspektrum einen Wissensvorsprung und klaren Mehrwert.

Carsten Hoffmann
Director Data & Identity Sales, EMEA
Carsten Hoffmann ist als Director Data & Identity Sales bei Acxiom für die EMEA-Region zuständig.
Seit 20 Jahren unterstützt er unsere Kunden dabei, den Wert ihrer Daten und Technologien über das gesamte Marketing-Ökosystem hinweg zu maximieren, um gemeinsam mit ihnen nahtlose Customer Experiences für die Kunden zu schaffen.
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1 Als Prognosegrundlage dient die Gemeinschaftsdiagnose der Projektgruppe deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute aus dem Frühjahr 2026: ‚Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen‘, https://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2026/04/IfW_Kiel_GD_1_2026_final.pdf (abgerufen am 22.04.2026).
2 Bevölkerungsdaten aus dem Acxiom Marktdatenspektrum zum Release 2026R07: /geomarketing/marktdaten/ (abgerufen am 30.06.2026)

1. Markt- und Zielgruppenanalyse: Die fundamentale Rolle von Kaufkraftdaten
Die private Kaufkraft beschreibt das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Sie gibt Aufschluss darüber, welche finanziellen Mittel Menschen und Haushalten grundsätzlich für Konsum, Dienstleistungen oder Sparen zur Verfügung stehen.
Für Unternehmen ist Kaufkraft ein wichtiger Indikator, um das wirtschaftliche Potenzial von Kunden und Zielgruppen besser zu verstehen. Über den Wohnort kann die Kaufkraft Haushalten und Zielgruppen zugeordnet werden und liefert wertvolle Hinweise auf das mögliche Konsum- und Ausgabeverhalten. Gleichzeitig ermöglicht sie die Bewertung regionaler Marktpotenziale.
Die Kaufkraft basiert auf verschiedenen Einkommensbestandteilen wie Löhnen, Gehältern, Renten oder weiteren Einkommensarten. Das Ergebnis wird als absolute Kaufkraft, Kaufkraft pro Einwohner oder Kaufkraftindex ausgewiesen.
Durch die Ausweisung bis auf die granulare Ebene der Gebäude lassen sich Kaufkraftinformationen sowohl für regionale Marktanalysen als auch für die Beschreibung von Zielgruppen und Haushalten nutzen. Unternehmen erhalten dadurch eine zusätzliche Dimension zur Bewertung ihrer Kunden, die über klassische demografische Merkmale hinausgeht.
Kaufkraftdaten unterstützen Unternehmen dabei, Kunden und Zielgruppen besser zu verstehen, Marketingbudgets effizienter einzusetzen und relevante Marktpotenziale zu identifizieren. Sie helfen beispielsweise bei der Segmentierung von Zielgruppen, der Bewertung von Absatzchancen oder der Entwicklung differenzierter Marketingstrategien. Darüber hinaus können Kaufkraftdaten genutzt werden, um Zielgruppen für digitale Werbekampagnen, CRM-Maßnahmen oder Omnichannel-Marketing zu definieren. In Kombination mit eigenen Kundendaten entsteht ein umfassenderes Verständnis darüber, welche Zielgruppen besonders affin für bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Preisniveaus sein könnten.
Menschen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich Alter, Geschlecht oder Interessen, sondern auch hinsichtlich ihrer finanziellen Möglichkeiten. Kaufkraft ergänzt bestehende Zielgruppenmerkmale um eine wirtschaftliche Perspektive und hilft dabei, Zielgruppen differenzierter zu betrachten.
Unternehmen können dadurch besser einschätzen, welche Produkte, Preisniveaus oder Angebote zu einer Zielgruppe passen und wie Marketingmaßnahmen zielgerichteter ausgesteuert werden können.
Nein. Die passende Zielgruppe hängt vom jeweiligen Produkt, der Preispositionierung und dem Geschäftsmodell ab.
Während Premium- und Luxusmarken häufig kaufkraftstarke Zielgruppen adressieren, können für andere Anbieter mittlere oder niedrigere Kaufkraftklassen deutlich relevanter sein. Erfolgreiches Marketing richtet sich nicht nach der höchsten Kaufkraft, sondern nach der bestmöglichen Übereinstimmung zwischen Angebot und Zielgruppe.
E-Commerce-Unternehmen, Banken, Versicherungen, Telekommunikationsanbieter oder Streaming-Dienste verfügen häufig über keine stationären Verkaufsflächen. Dennoch profitieren sie von Kaufkraftdaten.
Diese können genutzt werden, um Zielgruppen genauer zu beschreiben, Werbekampagnen zielgerichteter auszusteuern oder bestehende Kundenbestände besser zu analysieren. Kaufkraft ist dabei oft genauso ausschlaggebend wie Interessen, Lebensphasen, Haushaltsstrukturen oder Konsumprofile und trägt zu einer präziseren Zielgruppenansprache bei.
Die Kombination interner Kundendaten mit externen Markt- und Potenzialdaten eröffnet zusätzliche Analyse- und Optimierungsmöglichkeiten. Unternehmen können ihre Kunden besser verstehen, Gemeinsamkeiten erfolgreicher Zielgruppen identifizieren und neue Potenziale erkennen. Durch die Anreicherung eigener Datenbestände mit Kaufkraftinformationen entstehen zusätzliche Erkenntnisse über die wirtschaftliche Struktur von Kunden, Interessenten oder Marktsegmenten.
Kaufkraftdaten liefern eine wichtige Informationsgrundlage für moderne Analyseverfahren. In Kombination mit weiteren Kunden-, Markt- und Zielgruppendaten können Unternehmen Zusammenhänge erkennen, Potenziale bewerten und datenbasierte Entscheidungen unterstützen.
Je mehr relevante Informationen miteinander kombiniert werden, desto besser lassen sich Zielgruppen verstehen und Marketingmaßnahmen optimieren. Kaufkraft ist dabei häufig ein wichtiger Baustein innerhalb einer umfassenden Customer-Intelligence-Strategie.
Geomarketing verbindet Kaufkraftinformationen mit geografischen, demografischen und weiteren Marktinformationen. Dadurch werden Potenziale, Zielgruppen und Märkte räumlich sichtbar.
Unternehmen können Marktpotenziale bewerten, Standorte planen, Vertriebsgebiete optimieren oder regionale Unterschiede innerhalb ihres Kundenbestands analysieren. Die Kombination aus Kaufkraft- und Geomarketingdaten schafft eine fundierte Grundlage für datenbasierte Entscheidungen im Marketing und Vertrieb.
Kaufkraft verändert sich durch wirtschaftliche Entwicklungen, Lohn- und Gehaltsanpassungen, Inflation sowie demografische Veränderungen. Daher werden Kaufkraftdaten regelmäßig aktualisiert, um aktuelle Markt- und Zielgruppenpotenziale möglichst realitätsnah abzubilden. Für Unternehmen sind aktuelle Daten wichtig, um fundierte Marketing-, Vertriebs- und Standortentscheidungen zu treffen.
Kunden bewegen sich heute nahtlos zwischen digitalen und physischen Kontaktpunkten. Kaufkraftdaten helfen dabei, Zielgruppen kanalübergreifend besser zu verstehen und konsistent anzusprechen. Sie ergänzen Kunden- und Zielgruppendaten um eine wirtschaftliche Perspektive. Dadurch können Unternehmen Zielgruppen kanalübergreifend besser verstehen und Marketingmaßnahmen zielgerichteter planen. Im Omnichannel- und Retail-Media-Umfeld helfen sie dabei, relevante Zielgruppen zu identifizieren, Budgets effizienter einzusetzen und die Ansprache an unterschiedliche Kaufkraftniveaus anzupassen.
Nein. Kaufkraftdaten beschreiben statistische Potenziale von Haushalten oder kleinräumigen Gebieten und keine tatsächlichen Einkommens- oder Vermögensverhältnisse einzelner Personen. Daher kann es im Einzelfall zu Fehlklassifikationen kommen. Nicht jede Person in einer kaufkraftstarken Umgebung verfügt automatisch über eine hohe Kaufkraft, ebenso wenig wie jede Person in einer kaufkraftschwächeren Region über geringe finanzielle Mittel verfügt.
Für Marketingzwecke ist jedoch nicht die perfekte Beschreibung jeder Einzelperson entscheidend, sondern die möglichst präzise Beschreibung von Zielgruppen. Hier liefern Kaufkraftdaten sehr valide Ergebnisse. Auf dieser Basis lassen sich Zielgruppen besser segmentieren, Marketingbudgets effizienter einsetzen und Kampagnenergebnisse nachhaltig verbessern.
2. Aktuelle Daten zur Kaufkraft in Deutschland im Jahr 2026
Die private Gesamtkaufkraft in Deutschland steigt im Jahr 2026 auf 2.464 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Unternehmen nutzen Kaufkraftdaten (wie regionale Pro-Kopf-Werte und Indizes), um Budgets und Kampagnen zielgenau zu steuern. Ob es um die optimale Standortplanung von Filialen, die Minimierung von Streuverlusten in der Onlinewerbung, die regionale Preisgestaltung oder die Ansprache passender Zielgruppen geht – Kaufkraftdaten liefern den entscheidenden Wissensvorsprung für eine effiziente Marktbearbeitung.
Die durchschnittliche private Kaufkraft pro Kopf beläuft sich im Jahr 2026 auf 29.072 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 1.147 Euro im Vergleich zu 2025.
Im Bundesländervergleich liegt Bayern im Jahr 2026 mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 31.326 Euro und einem Index von 107,8 an der Spitze, gefolgt von Hamburg (31.253 Euro) und Baden-Württemberg (30.942 Euro).
Mecklenburg-Vorpommern bildet im Jahr 2026 mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 25.157 Euro (Index 86,5) das Schlusslicht unter den deutschen Bundesländern.
Der Landkreis Starnberg behauptet im Jahr 2026 mit 39.314 Euro pro Kopf (Index 135,2) die Spitzenposition unter den Kreisen, gefolgt vom Kreis München (39.107 Euro) und dem Hochtaunuskreis (36.813 Euro).
München führt die Liste der deutschen Großstädte im Jahr 2026 mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 36.758 Euro (Index 126,4) an, gefolgt von Düsseldorf (32.337 Euro) und Stuttgart (32.087 Euro).
Grünwald in Bayern führt das Ranking der Gemeinden ab 1.000 Einwohnern im Jahr 2026 mit einem herausragenden Pro-Kopf-Wert von 68.852 Euro und einem Index von 236,8 an.
Bei einer prognostizierten Inflationsrate von rund 2,8 Prozent im Jahr 2026 liegt der Preisanstieg unterhalb des nominalen Einkommenswachstums, sodass die reale Kaufkraft im Jahresvergleich erneut leicht zunimmt.
Die Kaufkraftentwicklung wird durch ein Spannungsfeld geprägt: Während steigende Löhne und Rentenanpassungen das Einkommen vergrößern, dämpfen geopolitische Unsicherheiten, volatile Energiepreise und eine verhaltene gesamtwirtschaftliche Dynamik die Konsumstimmung größerer Anschaffungen.
Die Berechnungen basieren auf amtlichen Statistiken wie der Lohn- und Einkommensteuerstatistik sowie Daten der Bundesagentur für Arbeit, die mit aktuellen Konjunkturprognosen (unter anderem der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute) kombiniert und modellbasiert fortgeschrieben werden.
3. Wie genau kann Acxiom bei der Nutzung von Kaufkraftdaten mit seinen Angeboten behilflich sein?
Mit Zielgruppendaten und Lösungen wie InfoBase® und Personicx® unterstützt Acxiom Unternehmen dabei, relevante Verbrauchergruppen besser zu verstehen und gezielt anzusprechen. Die gewonnenen Zielgruppeninformationen können in bestehende CDP- und Marketing-Technologien integriert und für die Aktivierung über verschiedene Kanäle genutzt werden, darunter digitale Werbung, CTV und weitere adressierbare Medien.
InfoBase ist eine umfassende Verbraucher- und Marktdatendatenbank von Acxiom, die Unternehmen weltweit hochwertige Zielgruppen-Insights bereitstellt. Neben der Kaufkraft umfasst sie ein weites Spektrum zu Soziodemografie, Interessen, Segmentierungen und vielen weiteren marketingrelevanten Informationen.
Acxiom stellt granulare Marktdaten (wie regionale Kaufkraft- und Strukturdaten) bereit, die Unternehmen nahtlos in ihre geografischen Informationssysteme einbinden können, um lokale Potenziale für Standorte und Vertriebsgebiete zu optimieren.
Als führendes Unternehmen im Bereich Datenethik und Governance verfolgt Acxiom einen strikten „Privacy-First“-Ansatz, der sicherstellt, dass sämtliche Datenprozesse, Identity-Lösungen und Analysen vollumfänglich den gesetzlichen Datenschutzrichtlinien entsprechen.
Unternehmen können über die offiziellen Acxiom-Webportale, dedizierte Experten-Kontakte oder spezialisierte Branchenlösungen (für Automotive, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation etc.) direkt in den Austausch treten, um individuelle Daten- und CX-Strategien aufzusetzen.


