Einführung

Wer in der Lage ist, seine Kunden und über alle Kanäle hinweg zu erkennen, kann ihnen eine nahtlose Customer Experience bieten.

Angesichts der wachsenden Zahl von Marketing-Plattformen und -Kanälen sowie den Unmengen an Daten, die sich online und offline darüber verteilen, ist dies allerdings keine leichte Aufgabe.

Die große Kunst besteht darin, die Interaktionen einer Person mit den jeweiligen Unternehmen über alle Kanäle und Endgeräte zu erfassen und in eine sinnvolle Beziehung zueinander zu setzen.
Definition Identity

Ob Identity Resolution, Identity Matching oder Identity Management – mit Identity-Lösungen können Marketing-Verantwortliche Kundenidentitäten über ihre MarTech- und AdTech-Ökosysteme hinweg pflegen. Das heißt, sie können sonst nicht aussagekräftige Daten zusammenführen, um einzelne Verbraucher richtig zu erkennen, zuzuordnen und mit ihnen in Kontakt zu treten – zu verschiedenen Zeitpunkten, über unterschiedliche Kanäle, Endgeräte, Touchpoints und Locations. Das ist die Voraussetzung, um eine außergewöhnliche Customer Experience zu schaffen.

Es gibt unterschiedliche Identity-Lösungen

IDENTITY MATCHING: Diese Lösung zählt zu den Minimumanforderung, um von MarTech- und AdTech-Lösungen zu profitieren. Ob exaktes String-Matching oder komplexere Logiken – das Identity Matching basiert auf der Annahme, dass eine direkte Verknüpfung über verschiedene Datenquellen hinweg, möglich ist. Oft erfolgt das Matching durch den Vergleich von gehashten E-Mails, Name, postalischer Adresse oder digitalen Identifiern.

IDENTITY RESOULUTION: Wenn das Matching nicht intuitiv funktioniert – etwa aufgrund falscher oder ungenauer Daten oder aufgrund von Problemen bei der Integration oder veralteten Informationen –, hilft eine Identity-Resolution-Lösung, die Lücken zu schließen. Dabei wird anhand von referenziellen Identity-Graphen eine Makroansicht der Identity-Daten über alle Touchpoints hinweg erstellt. Ziel ist, aus exakten Referenzpunkten die aktuelle Kundenidentität abzuleiten.

IDENTITY MANAGEMENT: Identity Matching und Identity Resolution gehen Hand in Hand und sind als Basislösung in vielen Situationen effektiv. Beide haben jedoch ihre Grenzen und Beschränkungen. Zudem kann der Begriff „Identity“ von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche Bedeutungen haben. Mit einer Identity-Management-Lösung lässt sich über das einfache Matching hinaus ein eindeutiger Identity-Wert erstellen, der auf allen verfügbaren Daten und Referenzen basiert. Auch Erkenntnisse von Erst- und Zweitanbietern sowie Referenz- und Resolution-Dienste von Drittanbietern fließen hier mit ein. Dadurch entsteht eine außergewöhnliche markenspezifische Identity-Lösung.

Schaffen Sie außergewöhnliche Erlebnisse anhand persönlicher Interaktionen

Identity-Lösungen, die Kunden über verschiedene Offline- und digitale Kanäle hinweg zuordnen können, führen zu einem hohen Engagement der Kunden. Denn die Identity-Lösungen greifen auf unterschiedliche und verteilt gespeicherte Daten zu und fassen diese zu einer konsistenten Identity-Perspektive zusammen. Auf diese Weise lässt sich aus Teildaten eine vollständige und individuelle Kundensicht erstellen.

Das Marketing kann diese personenbezogene Sichtweise nutzen, um Kundeninteraktionen im gesamten Unternehmen zu unterstützen – in Form von Analysen, Segmentierungen, Zielgruppenansprachen oder im Kundenservice.

Erfüllen und übertreffen Sie Ihre Kundenerwartungen mit stimmigen, funktionierenden persönlichen Botschaften auf Basis von Daten

Egal ob eine Facebook-Werbung, Ihre Website, eine Retargeting-Anzeige, der Besuch im Geschäft, ein digitaler Kauf oder ein Beitrag in den sozialen Medien: Jeder Kanal, über den Kunden mit Ihrer Marke in Berührung kommen, liefert nur einen Bruchteil der Insights über seine Person. Das kann seine Kaufhistorie mit Ihrer Marke sein oder auch bestimmte Vorlieben und Interessen. Nur mit einer Identity-Lösung, die diese fragmentierten Datenpunkte abgleicht und dabei erkennt, wer die Person ist und welche Erfahrungen sie mit Ihrer Marke gemacht hat, gelingt Ihnen eine zusammenhängende Customer Experience.

Und genau das erwarten die Verbraucher von heute von ihren Lieblingsmarken: eine konsistente, relevante und einzigartige Experience über alle Kanäle hinweg. Sie ist die Voraussetzung, um eine langfristige Kundenbindung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

So profitieren Sie von einer Identity-Lösung

  • Sorgen Sie für eine exakte und einheitliche Sicht auf Ihre Kunden. Maßgeschneiderte Omnichannel-Lösungen, die über alle Kanäle hinweg konsistent sind, können die Vollständigkeit und Genauigkeit Ihrer Daten sicherstellen und so Ihre Geschäftsabläufe unterstützen.
  • Gewinnen Sie Erkenntnisse und berechnen Sie deren Mehrwert. Mit personalisierten und relevanten Kundenerlebnissen – digital und offline – können Sie Engagement und Impact steigern.
  • Sichern Sie sich Wettbewerbsvorteile. Eine benutzerdefinierte Lösung ermöglicht es, spezifische Anwendungsfälle anzupassen und Kundendaten effektiv zu vereinheitlichen und zu integrieren. Das verschafft Ihnen einen Wettbewerbsvorteil.
  • Steigern Sie den ROI Ihrer Marketing-Ausgaben. Sprechen Sie die richtigen Personen zur richtigen Zeit über die richtigen Kanäle mit der passenden Botschaft an. Auf diese Weise erhöhen Sie die Performance Ihrer Kampagne und den ROI Ihrer Marketing-Ausgaben.
  • Verbessern Sie die langfristige Kundenbindung. Mit einer Identity-Lösung, die eine außergewöhnliche Customer Experience unterstützt, erhöhen Sie die Kundenbindung und schaffen Vertrauen.

Die Umsetzung der Identity Resolution stellt das Marketing vor immer neue Herausforderungen. Aufgrund technologischer Weiterentwicklungen, der Vielzahl von Anbietern und steigender Kundenerwartungen ist der Markt permanent in Bewegung.

Um langfristige Vorteile zu bieten, muss eine Identity-Lösung stabile Identifier erstellen können. Sie müssen Anbieter in die Lage versetzen, genaue und qualitativ hochwertige Daten zu verwenden und Informationen von Erst-, Zweit- und Drittanbietern zu integrieren. Und sie muss sicherstellen, dass die Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Weitere wichtige Features sind führende Identity-Resolution-Funktionen und Verknüpfungstechnologien.

2 / FRAGMENTIERTE DATEN – SO LÖSEN SIE DAS PROBLEM

Identity-Lösungen für eine komplexe Herausforderung

Mithilfe von Identity-Lösungen lässt sich die komplexe Herausforderung einer fragmentierten Datenbasis bewältigen.

Oft sind die relevanten Daten über das gesamte Unternehmen und das Marketing-Ökosystem verteilt und siloartig angeordnet. Dadurch ist es schwer, den Überblick zu behalten. Den brauchen Sie jedoch, um eine Person oder ein Unternehmen über alle Kanäle und Interaktionen hinweg zu identifizieren und zuzuordnen.

Identity im digitalen Zeitalter

Diese Herausforderung ist nicht neu. Auch im Offline-Bereich mussten Marketing-Verantwortliche schon immer Kunden über mehrere Kanäle und Lebensereignisse der Verbraucher erkennen. Namensänderungen, Scheidungen, Eheschließungen, Umzüge – es gibt viele Möglichkeiten, wie Menschen sich präsentieren, je nachdem wie sie einer bestimmten Marke gegenüberstehen.

Im digitalen Zeitalter ist die Fähigkeit, eine Person über mehrere Interaktions- und Datenpunkte hinweg zu erkennen und eine einheitliche Kundensicht zu erstellen, noch wichtiger, aber auch komplexer geworden. Marketing-Verantwortliche müssen heute in der Lage sein, fragmentierte Datenpunkte über eine schnell wachsende Anzahl von Plattformen und Touchpoints zusammenzuführen. Als Identifizierungspunkte dienen dabei nicht mehr nur Namen und Adressen, sondern auch Mobiltelefonnummern und E-Mail-Adressen bis hin zu digitalen Identifiern und Standortdaten.

Eine Person kann heute mehrere E-Mail-Adressen und Geräte verwenden und sich weiter über geografische Grenzen hinwegbewegen als erwartet. Daher ist es kein Wunder, dass die Identity, die eine einheitliche Sicht auf den Kunden unabhängig von seinem Endgerät und Standort ermöglicht, so komplex geworden ist.

Identity-Touchpoints

Identity-Lösungen berücksichtigen eine Vielzahl von digitalen Touchpoints. Dabei handelt es sich oft um eine Kombination aus proprietären First Party Daten und externen Referenzinformationen, so genannten Third Party Daten.

Wichtige Fragen, um die Identity eines Verbrauchers zu generieren:

  • Wer ist die Person? Hier geht es um eindeutig identifizierbare Informationen, auch PII-Daten genannt: Name, Adresse, E-Mail, Handynummer, Geburtsdatum.
  • Wo ist die Person aktiv? Antworten liefern Insights zur Nutzung von Kanälen und Endgeräten – etwa von mobilen Devices, Smartcards etc.
  • Wie verhält sich die Person? Informationen über Verhaltensweisen und Aktivitäten des Nutzers.

Wichtig ist, dass alle Informationen datenschutz- und sicherheitskonform verwendet werden.

Identity ist komplexer als Sie denken

„Identity“ ist ein Begriff, der im Data-Driven Marketing häufig verwendet wird. Aber was ist damit genau gemeint?

Aufgrund der weiten Verbreitung des Begriffs ist es wichtig, das Thema „Identity“ genauer zu betrachten. Nur dann wird deutlich, wie komplex entsprechende Lösungen sind und welches Potenzial sie bieten.

Eine Identity-Lösung sollte Daten der Verbraucher datenschutzkonform miteinander verbinden. Wichtig sind daher spezifische Regeln für die Identity Resolution, mit der eine einheitliche Kundensicht über alle Kanäle hinweg möglich ist.

Es gibt Datenlösungen, bei denen sich das Thema „Identity“ nur auf den Abgleich mit einer E-Mail-Adresse oder einer gehashten E-Mail-Adresse bezieht. Dagegen ermöglicht eine umfassende Identity-Resolution-Lösung eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden – mit den Offline-Identifier der jeweiligen Person.

Gute Lösungen gehen zudem über die Daten hinaus und bieten Services zur Steigerung der Datenqualität und zur Datenpflege. Auch das sind wichtige Aspekte, um genaue und umfassende Einblicke in die Kundendaten zu gewinnen.

Identity aus der Online- und Offline-Perspektive

Marketing-Verantwortliche müssen immer in der Lage sein, Kunden und Interessenten zu erkennen – egal ob sie digitale Kanäle nutzen oder sich physisch im Geschäft aufhalten.

  • Offline-Erkennung: First-Party-Informationen wie CRM-Daten sind enorm wertvoll. Point-of-Sale-Daten können umfassende Erkenntnisse für die Ansprache eines Kunden liefern. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Datenpunkte der richtigen Person zugeordnet sind. Das Identity Matching zeigt auf, wie sich die Verbraucher über eine längere Zeit hinweg präsentieren und verhalten. Diese Informationen lassen sich dann zu einem genauen Profil zusammenführen.
  • Digitale Erkennung: Es ist eine komplexe Aufgabe, digitale Touchpoints zu konsolidieren, um die Identity zu ermitteln. Unterschiedliche IDs aus verschiedenen Kanälen, die Verwendung mehrerer Browser und Geräte, unterschiedliche Cookies oder digitalen IDs– all das erfordert dauerhafte Verknüpfungen mit digitalen Idientifiern. Damit ist sichergestellt, dass die digitalen Kanäle und Plattformen eine konsistente Identity der selben Person unter Einhaltung des Datenschutzes haben. Dabei hilft eine Identity-Lösung, die Daten und Personen mithilfe einer deterministischen Identity Resolution verknüpft.

Wie funktionieren Identity-Graphen?

Mit einer Identity-Graph-Lösung lassen sich fragmentierte Daten zusammenbringen. Das ist die Voraussetzung für People-Based Marketing über digitale und Offline-Kanäle sowie verschiedene Endgeräte hinweg.

Identity-Graph-Lösungen richten kundenspezifische Erkennungsregeln, Gruppen sowie eindeutige globale Identifier nach dem „Privacy-by-Design“-Prinzip ein – in digitalen sowie Offline-Kanälen. Dadurch lassen sich die Kundendaten im gesamten Unternehmen synchronisieren.

Um effektivere Marketing-Programme und bessere Kundenerlebnisse zu ermöglichen, nutzt das referenzbasierte Matching mithilfe von Identity-Graphen einen Datensatz mit verschiedenen Informationen zu einem Nutzer über eine längere Zeit, um die reale Person hinter den Datenpunkten zu erkennen. Das ist die Grundlage für ein effektives People-Based Marketing.

Deterministisches vs. probabilistisches Matching

  • Der probabilistische Abgleich basiert in der Regel auf dem „Fuzzy-Matching“, das üblicherweise verwendet wird, um Datenpunkte auf Basis sich ähnelnder Daten abzugleichen.
  • Der deterministische Abgleich, den Identity-Graph-Lösungen verwenden, ist enger und stützt sich auf mehr Daten und ausgefeiltere Techniken, um verschiedene digitale Informationen mit derselben Person zu verbinden.

Eine Identity-Graph-Lösung ermöglicht eine deterministische Identity Resolution und ist ein Weg, um

  • …Offline- und digitale Daten zu einer Person zusammenzuführen und so eine ganzheitliche Kundensicht zu erhalten.
  • …Risiken im gesamten Unternehmen zu reduzieren und Kunden über alle Kanäle hinweg effektiv zu identifizieren und anzusprechen, um Kosten zu senken und die Kundenbindung zu verbessern.
  • …branchenweit etablierte Datenschutz- und Data-Governance-Prozesse zu nutzen, um Identitäten aus den Daten abzuleiten.
  • …das eigene Unternehmen und den Identity-Prozess mithilfe von Identity Resolution zukunftssicher zu gestalten.

In Kombination aus einer Identity-Resolution-Lösung mit Identity-Graphen lassen sich die so aus den eigenen Daten generierten Insights in einer Cross-Channel-Marketing-Strategie über alle Kanäle ausrollen. Mit dem Identity Management lassen sich zusätzlich Daten von Drittanbietern mit den eigenen First- und Second-Party-Daten kombinieren.

3 / DETERMINISTISCHES VS. PROBABILITISCHES MATCHING

Die Touchpoints von Verbrauchern zum Unternehmen verändern sich schnell. Ein zielgerichtetes, People-Based Marketing über digitale und Offline-Kanäle sowie unterschiedliche Geräte hinweg kann daher eine Herausforderung sein.

Es sind schon viele neue Technologien entwickelt worden, um diese Herausforderung zu bewältigen. Durchgesetzt haben sich aber vor allem zwei Methoden zur Identifizierung/dem Matching von Verbrauchern: das deterministische und das probabilistische Matching.

Deterministisches Matching

Deterministische Matching-Modelle basieren auf den Informationen, die eine Person zum Anmelden bei einer App oder Website verwendet – etwa bei Facebook oder in einem WLAN. Anhand dieser Informationen können die Verbraucher über mehrere Geräte hinweg erkannt werden. Dabei durchsuchen sie Datensätze, um einen gemeinsamen Identifier zu finden, der die Persona des Nutzers mit anderen digitalen Touchpoints verknüpft.

Gängige Identifier sind:

  • Vor- und Nachname
  • E-Mail-Adresse
  • Geburtsdatum
  • Adresse
  • Telefonnummer(n)

Ein deterministischer Ansatz ermöglicht ein sehr zuverlässiges Erkennen des Verbrauchers. Allerdings kann die Informationstiefe der genutzten Anmeldedaten begrenzt sein, was zu geringeren Matchraten führen kann. Hierbei helfen Identity-Graphen die bruchstückhaften Informationen miteinander zu verbinden.

Probabilistisches Matching

Probabilistische Matching-Modelle nutzen die Verbindungsdaten, das Browsing-Verhalten des Users sowie seine Standortdaten. Dabei treffen sie auf Basis von Algorithmen geräteübergreifende Annahmen über einen Benutzer, um die Personen zu erkennen. Bei passenden und hochspezifischen Informationen sind probabilistische Algorithmen sehr leistungsstark und arbeiten bis zu 90 Prozent genau, um einen Konsumenten über verschiedene Endgeräte zu identifizieren.

Der probabilistische Ansatz berücksichtigt Benutzermerkmale wie IP-Adresse, WLAN-ID, Standortdaten sowie Merkmale, die auf persönlichen Daten wie Alter, Geschlecht und Interessen basieren und über unterschiedliche Endgeräte hinweg konsistent sind. Daher wird dieser Ansatz auch als „Device Fingerprinting“ bezeichnet.

Probabilistisch vs. deterministisch

Die Algorithmen für das Identity Matching verbinden Daten mit Personen. Aber was sind die Vor- und Nachteile der beiden Ansätze?

Bei einer Identity-Graph-Lösung dient das deterministische Matching als Grundlage für das People-Based Marketing: Ein Datensatz wird mit verschiedenen Informationen eines Nutzers über ein erweitertes Zeitfenster hinweg analysiert, um die Person hinter den Datenpunkten zu erkennen.

Aber auch probabilistische Techniken werden immer wichtiger, da die Kenntnis des aus den Daten abgeleiteten Standorts einer Person gute Möglichkeiten für kontextbezogene, zeitabhängige Botschaften bietet und in vielen Fällen eine höhere Reichweite bietet.

Jede Methode bringt aber auch ihre Herausforderungen mit sich. Während das deterministische Matching auf der Anmeldung des Benutzers im Netz basiert, stützt sich das probabilistische Matching auf Standortdaten, IP-Adressen. Der tatsächliche Standort des Nutzers lässt sich allerdings nur über die Kombination von mobilen Daten mit umfassenden demografischen Angaben sowie Informationen zur Einstellung und zum Verhalten des Nutzers ermitteln.

Durch die Verknüpfung von Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum mit gerätebezogenen Informationen lassen sich die Verbraucher zeitnah mit relevanten Botschaften erreichen – egal, wo sie sich gerade befinden. Für die Anbieter ist dabei vor allem die Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Vorschriften eine Herausforderung. Transparenz, Vertrauen und Fairness müssen jedoch aus Sicht der Verbraucher gewährleistet sein.

4 / MARKETING, DAS MENSCHEN ANSPRICHT

Wie bereits erläutert, geht es bei Identity-Lösungen um effektives People-Based Marketing, das keine anonymen Personas oder Endgeräte, sondern Menschen über verschiedene Kanäle und Geräte hinweg erkennt und erreicht.

Das erhöht nicht nur das Vertrauen und die Kundentreue – auch die Marketing-Ressourcen und -budgets werden optimal ausgeschöpft. Daher sollte der Einsatz von Identity-Lösungen im Daten-Marketing oberste Priorität haben – unabhängig von der Branche. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven und fragmentierten digitalen Umfeld, das sich ständig weiterentwickelt, ist das Erkennen von Kunden und Verbrauchern entscheidend für den Erfolg.

So sieht ein echter People-Based Identity-Ansatz aus:

Für jede Branche entscheidend: Die Verbraucher direkt ansprechen!

Das Thema „Identity“ wirkt sich auf Unternehmen quer durch alle Branchen aus.

Bei fragmentierten Verbraucherdaten kann die Fähigkeit, eine Person über die richtigen Kanäle zur richtigen Zeit zu identifizieren, entscheidend zur Kundenbindung beitragen.

Im Einzelhandel beispielsweise liegt eine besondere Herausforderung darin, die digitale und die Offline-Welt so aufeinander abzustimmen, dass die Kunden ein zusammenhängendes Erlebnis sowohl im Laden als auch digital erwartet. Zum Beispiel stöbert ein Kunde im Internet, während er sich im Laden aufhält. Marketing-Verantwortliche müssen solche Situationen erkennen und – noch wichtiger – ein optimales individuelles Kundenerlebnis daraus ableiten können.

In Branchen mit strengen regulatorischen Vorgaben wie dem Finanzdienstleistungssektor muss das Marketing für eine Identity Resolution sorgen, die ein besonders hohes Maß an Compliance und Transparenz bietet, um dauerhaft Vertrauen zu schaffen.

People-Based Marketing und Datenschutz

Wichtige Aspekte beim Thema „Identity“ sind die Vorgaben zu Compliance und Datenschutz.  Denn die Bedingungen sind anspruchsvoll und ändern sich häufig. Auch beim Identity-Management gilt es, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Nur dann lässt sich das Vertrauen der Verbraucher gewinnen.

Dabei geht es darum, die Identity Resolution auf eine Art und Weise zu nutzen, die von den Verbrauchern akzeptiert wird: Sie müssen das Verfahren verstehen, ihm zustimmen und es wirklich wollen, weil es ihnen Mehrwert und eine hervorragende Experience bietet.

Die Kunden von heute erwarten von den Anbietern, denen sie Loyalität und Vertrauen entgegenbringen, dass diese sie kennen und wiedererkennen – und ihnen komfortable und personalisierte Erlebnisse bieten.

Das funktioniert, wenn die Verbraucher auf der First-Party-Ebene personalisierte Angebote akzeptieren. Die Anbieter müssen aber auch Kunden akzeptieren, die eine Identifizierung ablehnen – und entsprechend reagieren.

Was macht eine People-orientierte Lösung aus?

Wie entsteht mithilfe von Identity-Lösungen eine einheitliche Sicht auf den Kunden? Wenn alle Datenpunkte, Prozesse, angereicherten Daten, Verknüpfungen und der damit verbundene Verwaltungsaufwand berücksichtigt werden, verfügt eine Identity-Suite über folgende Attribute:

  • Genau
  • Evidenzbasiert
  • Konfigurierbar
  • Dauerhaft
  • Langfristig
  • Aus mehreren Quellen stammend
  • Direkt an Menschen gerichtet
  • Datenminimierung
  • Datenlöschung

5 / SO HOLEN SIE MEHR AUS IHREM WERBEBUDGET HERAUS

Eine Identity-Lösung ermöglicht People-Based Marketing und punktgenaue Werbeaktivitäten, die zu einer effektiveren Verwendung des Budgets und einer höheren Rendite führen.

Und wie sieht das in der Praxis aus?

Betrachten wir einen typischen Anwendungsfall, der häufig vorkommt: Ein CMO muss entscheiden, welche Werbe- oder Marketing-Technologie eingesetzt werden soll. Es handelt sich um eine wichtige Investition, da davon letztlich die Ergebnisse und der ROI (Return on Investment) seiner Werbemaßnahmen abhängen.

In dieser Situation ist die Identity wichtig, weil sie anhand der Multi-Touch-Attribution im Measurement einen guten Überblick bietet und dem CMO top-down aufzeigt, wie er sein Geld ausgeben soll.

Wie das geht? Identity-Lösungen nutzen Benutzer-Impressions von einem zentralen System aus. Diese Daten lassen sich über alle Kanäle und Touchpoints hinweg für Analysen und die Attribution am Backend verknüpfen. Dies wäre ohne eine Identity-Lösung sehr schwer zu erreichen – wenn nicht sogar unmöglich.

Die Multi-Touch-Attribution bündelt Informationen über alle Kanäle hinweg, um die Performance der Kampagne und deren ROI zu maximieren. Das ist auch deshalb so wichtig, weil sich das Marketing – und vor allem die Werbung – zunehmend in die digitale Welt verlagern. Berechnungen von Statista zufolge werden sich die weltweiten Ausgaben für Online-Werbung in den nächsten Jahren weiter steigen – von 121,47 Milliarden Dollar 2013 auf 526,17 Milliarden Dollar im Jahr 2024.

Identity, Attribution und kontextuelles Marketing

Im Marketing und in der Werbung herrschen völlig neue Bedingungen. Wo früher nur drei oder vier Kanäle zur Verfügung standen, lässt sich heute eine Vielzahl von Channels nutzen. Identity-Lösungen bieten eine konsolidierte Ansicht und eine einheitliche Multi-Touch-Attribution über alle Kanäle hinweg. Damit gehört das fragmentierte, siloartige Marketing der Vergangenheit an und Sie können sicherstellen, dass Sie mit Ihren Marketing-Ausgaben eine höhere Performance der Kampagne und des ROI erzielen.

Dies ist die besondere Stärke von Identity-Lösungen: Sie ermöglichen ein kontextbezogenes Marketing. Ein Beispiel: Ein User sieht Ihre Anzeige auf Facebook, dann wechselt er das Endgerät und tätigt einen Kauf über eine bezahlte Suchanzeige. Nur mit einer ausgefeilten, gut organisierten Identity-Lösung kann das Marketing diesen Benutzer über die unterschiedlichen Touchpoints hinweg erkennen und die zu ihm passende kontextbezogene Botschaft ausliefern.

  • 1 https://marketingland.com/digital-ad-spending-to-top-traditional-for-first-time-in-2019-257365
  • 2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/185637/umfrage/prognose-der-entwicklung-der-ausgaben-fuer-online-werbung-weltweit/

FAZIT

Identity-Lösungen sind „befähigende“ Werkzeuge. Sie stehen im Zentrum des Datenökosystems und verbinden die Datenfragmente und Datenpunkte, deren Kombination eine effektive Identity Resolution ermöglicht. Damit ebnen sie den Weg für zahlreiche Anwendungsfälle – von Marketing und Werbung bis hin zu Kunden-Support, IT und Betrieb. Wenn Sie wissen wollen, wie eine Identity-Lösung zu Ihrem Marketing-Erfolg beitragen kann, klicken Sie auf

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